Primo Medico Expertengespräch

Medizin, Experten, Primo Medico, Herzfehler

Primo Medico im Gespräch mit Dr. med. Jürg Häcki zum Thema

„Man muss sich rundum schön fühlen“

Nur 35 Autominuten von Zürich entfernt, in Luzern am Vierwaldstätter See, hat die Schönheit ihr Zuhause. Der renommierte Facharzt für Plastische und ÄsthetischeChirurgie, Dr. med. Jürg Häcki, hat hier mit seiner „Lucerne Clinic“ einen einzigartigen Ort für modernste und ganzheitliche Beauty-Behandlungen geschaffen. Der Schönheits-Experte ist u.a. Mitglied bei PRIMO MEDICO, dem exklusiven Netzwerk für medizinische Spezialisten. Für die Zürich sprizz – Leser stellt er die neuesten Beauty-Trends vor.

PRIMO MEDICO: Herr Dr. Häcki, Sie führen pro Jahr mehr als 500 Schönheitsoperationen durch – welche neuen Trends können Sie feststellen?

Dr. med. Jürg Häcki: Neben den Klassikern Brustvergrößerung und Faltenreduktion verzeichnen wir ein wachsendes Interesse an Behandlungen ohne Skalpell: Zum einen ist es uns gelungen, das Achselschweiß-Problem zu beseitigen, unter dem viele Männer und Frauen sehr leiden. Nach nur einer Behandlung ist es nie wieder notwendig, ein Deo zu benutzen. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen, da ich die Methode bei mir selbst ausprobiert habe. Der zweite Bereich ist die Behandlung von Frauen während der Schwangerschaft, um Dehnungsstreifen zu verhindern und Beschwerden zu lindern. Wir haben eine Möglichkeit gefunden, Frauen bis zur 41. Woche auf dem Bauch liegend zu massieren! Nach der Geburt helfen wir Frauen dabei, Wunschgewicht und -figur zu erreichen, u.a. durch ein spezielles Ernährungsprogramm, das sich mit dem Stillen verträgt. Bevor Mütter über chirurgische Korrekturen nachdenken, sollten sie ihrem Körper nach der Geburt auf jeden Fall ein Jahr Zeit geben. Der dritte Bereich, der stark im Kommen ist, ist die Behandlung und Beseitigung von Fett durch Kälte – eine interessante Alternative zur Fettabsaugung. Und der vierte Bereich, bei dem die Haut einen wahren Jungbrunnenschub erlebt, sind medizinische Microneedling Behandlungen.

PRIMO MEDICO: Stimmt es, dass auch Intimoperationen stark im Kommen sind?

Dr. med. Jürg Häcki: Ja, wir führen mittlerweile mehr als 100 pro Jahr durch. Hier geht es neben ästhetischen Gesichtspunkten in über 90 % der Fälle um die Beseitigung von Schmerzen aufgrund vergrößerter, innerer Schamlippen, zum Beispiel beim Radfahren oder Reiten. Ich habe eine Methode entwickelt, bei der später keine Narbe mehr zu erkennen ist. Ein positiver Effekt, den Frauen in einer Studie bestätigen, ist, dass das Sexualempfinden durch meine spezielle Straffung auch neben der Klitoris gesteigert wird. Um dies zu verstärken, kann ich zusätzlich eigene Wachstumsfaktoren, sogenanntes PRP, injizieren. Für die betroffenen Frauen ist es ein enormer Zuwachs an Lebensqualität – aber darüber sprechen sie nicht gern.

 

Dr. med. Jürg Häcki

Klinikinhaber und medizinischer Leiter
Spezialist für Plastische & Ästhetische Chirurgie
Luzern, Schweiz

Behandlungsfokus

  • Facelift, Augenlidstraffungen
  • Nasenkorrekturen
  • Brustvergrößerung / Brustverkleinerung / Brustrekonstruktionen
  • Brustvergrößerungen mit Eigenfett / Brustvergrößerung mit Silikon (Lipofilling)
  • Fettabsaugen (Liposuction)
  • Intimoperationen

PRIMO MEDICO: Sind Schönheitsoperationen immer noch ein Tabuthema?

Dr. med. Jürg Häcki: Ich denke, das hat sich stark gewandelt. Zum einen, weil unsere Patienten deutlich jünger geworden sind. Brustkorrekturen und erste Faltenbehandlungen werden mittlerweile von Kunden nachgefragt, die jünger sind als 30 Jahre. Sie bekämpfen erste Alterserscheinungen mit Hilfe der neuen medizinischen Möglichkeiten und stehen auch dazu. Ich vergleiche das gern mit einem schönen Haus, das man durch regelmäßige Renovierungen sehr lange in einem guten Zustand erhalten kann. Die jungen Frauen, die Brust-Operationen durchführen lassen, möchten, dass man ein deutliches Resultat sieht und sprechen auch offen darüber. Was dagegen überhaupt nicht mehr gewünscht ist, sind Folgen wie gerötete Gesichter nach Hyaluron-Behandlungen, deutlich sichtbare Narben oder unnatürliche Resultate nach Gesichtsstraffungen. Aber darauf sind unsere Möglichkeiten heutzutage ja auch abgestimmt.

PRIMO MEDICO: Welche Tendenz erkennen Sie bei den stark nachgefragten Brustvergrößerungen und Liftings: Eigenfett statt Silikon und Botox statt Hyaluronsäure?

Dr. med. Jürg Häcki: Frauen müssen sich darüber im Klaren sein, dass sich mit Eigenfett zwar eine schöne, natürliche Brustform modellieren lässt, beim Volumen allerdings nur ein Zuwachs von einer knappen Körbchengröße möglich ist. Es sei denn, man wiederholt den Eingriff. Deutliche Volumenvergrößerungen – und die meisten wünschen sich Cup C oder D – lassen sich nur mit Silikonimplantaten erreichen. Beim Gesichts-Anti-Aging ist ganz klar Botox ein lang erprobtes und risikoarmes Präparat. Für die Verbesserung der oberflächlichen Hautstruktur oder bei Pigmentstörungen behandeln wir in der Klinik mit einem medizinischen Microneedling und Peelings.

PRIMO MEDICO: Viele Behandlungen klingen furchteinflößend: Microneedling, Fettabsaugen und Säurebehandlungen – wie viel spüren die Patienten davon?

Dr. med. Jürg Häcki: Es gibt für mich zwei Leitlinien: Der Patient muss zufrieden sein und darf keine Schmerzen haben. Wir arbeiten bei vielen Eingriffen mit einem „Dämmerschlaf“, der sanfter ist als eine Vollnarkose, kombiniert mit einer speziellen lokalen Betäubung. Das hat den Vorteil, dass der Patient während der Behandlung nichts spürt und die lokale Betäubung erst nach sechs Stunden langsam nachlässt. Im Anschluss können gängige Schmerzmitteln eingenommen werden. Sogar Brustvergrößerungen führen wir mit dieser Methode über 150 Mal pro Jahr erfolgreich durch. Die Patientinnen sind erstaunt, dass sie sogar bei Silikonimplantaten unter dem Muskel nach dem Eingriff kaum Schmerzen verspüren.

PRIMO MEDICO: Inwieweit ist Ihre Lucerne Clinic an diese neuen Trends angepasst?

Dr. med. Jürg Häcki: Wir haben in unserer Klinik ein breites Spektrum an Behandlungsmethoden, unser Konzept nennt sich „Medical Wellness“. Wir blicken ganzheitlich auf unseren Patienten und versuchen, das Optimale für sein Wohlbefinden zu erreichen. Sei es durch Wellness-Anwendungen wie Massagen, Lymphdrainagen nach einem Eingriff, ein individuelles Ernährungskonzept , chirurgische Korrekturen oder eine Kombination dieser Maßnahmen. Zunehmend wichtig für das „Better Aging“ sind auch Hormon- und Vitaminbehandlungen. Die Patienten bekommen alles in einem Haus, perfekt auf ihre Bedürfnisse abgestimmt und von medizinischem Fachpersonal ausgeführt.

PRIMO MEDICO: Die Behandlungskosten werden auf Ihrer Website aufgelistet – ist „Transparenz“ auch ein neuer Trend der Branche?

Dr. med. Jürg Häcki: Wir behandeln Kunden aus allen Einkommensschichten zu Festpreisen. Das schafft Vertrauen und genau das ist wichtig in unserer Branche.

Herr Dr. Häcki wir danken für das Gespräch

Primo medico, Ärzte Netzwerk

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