thomas punzmann contemporary | michelle benoit

Ist es rot oder rosa? War nicht das Blau gestern Abend in der Dämmerung heller? Mit jedem Blick auf die sich ständig verändernden Arbeiten von Michelle Benoit entdeckt man Neues. Einen Schimmer, eine Nuance, einen Farbeindruck, den man eben noch anders erlebte.

Rot, Blau, Grün oder Gelb sind Namen, die wir Farben gegeben haben. Sie bezeichnen von uns sinnlich wahrgenommene Phänomene. Physikalisch ist es elektromagnetische Strahlung. In bestimmten Frequenzen durchdringt diese Materie, in anderen wird sie von ihr reflektiert oder absorbiert und wir können sie, je nach reflektierter Wellenlänge, als Rot, Blau, Grün oder Gelb wahrnehmen, also sehen. Auch durch eine Änderung des Energiestatus – mehr oder weniger Licht – ändert sich der Farbeindruck.

Die Lasur, eine Maltechnik, bei der Pigmente in unterschiedlicher Dichte, mit transparentem Träger in vielen Lagen übereinander gelegt werden, macht sich das zu Nutze. Die Farbigkeit entsteht durch die von uns wahrgenommene Mischung des reflektierten Lichtes. Diese Technik ermöglicht größtmögliche Plastizität, Farbtiefe und Leuchtkraft. Bei Michelle Benoit ist nun nicht nur der Farbauftrag transparent und vielschichtig, sondern auch der Malgrund. Verschiedene Lagen eines extrem lichtdurchlässigen Plexiglases sind bemalt und übereinander montiert, und mischen so das von verschiedenen Ebenen reflektierte Licht, je nach Frequenz und Intensität, immer neu und immer anders. Mal zart, mal pastös, mal kräftig. Immer aber erscheinen uns ihre Objekte wie von innen erleuchtet.

collections: Memorial Sloan Kettering, The University of Iowa Museum, The Swain School of Design, Rhode Island Philharmonic Orchestra

thomas punzmann contemporary
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